In Deutschland brennt es statistisch alle drei Minuten. Trotzdem hat nur jeder fünfte Mittelständler einen Brandschutzbeauftragten bestellt. Viele Unternehmer wissen schlicht nicht, ob sie überhaupt einen brauchen.
Die Verwirrung ist verständlich: Landesbauordnungen, Arbeitsstättenregeln, Versicherungsanforderungen, BetrSichV. Wer blickt da noch durch? Und was kostet ein Brandschutzbeauftragter Kurs eigentlich?
Dieser Ratgeber beantwortet alle Fragen rund um den Brandschutzbeauftragten. Sie erfahren, wann die Bestellung Pflicht ist, welche Aufgaben auf Sie zukommen und was die Ausbildung kostet. Außerdem zeigen wir Ihnen, wann ein externer Brandschutzbeauftragter die bessere Wahl ist. Am Ende wissen Sie genau, welche Lösung zu Ihrem Betrieb passt.
Was ist ein Brandschutzbeauftragter? Definition und Abgrenzung
Ein Brandschutzbeauftragter ist eine speziell ausgebildete Person, die den Arbeitgeber in allen Fragen des betrieblichen Brandschutzes berät und unterstützt. Er fungiert als zentrale Anlaufstelle für Brandschutzthemen im Unternehmen.

Die Bestellung erfolgt schriftlich durch den Arbeitgeber. Damit überträgt dieser bestimmte Aufgaben im vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz. Der Brandschutzbeauftragte arbeitet jedoch beratend; die Verantwortung für den Brandschutz bleibt beim Unternehmer.
Definition und Rolle im Unternehmen
Der Brandschutzbeauftragte übernimmt eine Stabsfunktion. Er berät die Geschäftsführung, koordiniert Brandschutzmaßnahmen und ist Ansprechpartner für Behörden und Feuerwehr. Seine Hauptaufgabe: Brände verhindern, bevor sie entstehen.
Typische Einsatzgebiete sind Industriebetriebe, Verkaufsstätten, Krankenhäuser und Hochhäuser. Überall dort, wo erhöhte Brandgefahren bestehen oder viele Menschen zusammenkommen, ist sein Fachwissen gefragt.
Marcus, Geschäftsführer eines Logistikunternehmens in Ludwigshafen, unterschätzte diese Rolle lange. Im März 2024 kam die Bauaufsicht zur Kontrolle. Ohne bestellten Brandschutzbeauftragten drohte ihm ein Bußgeld von 15.000 Euro. Innerhalb von zwei Wochen musste er eine Lösung finden. Heute sagt er: „Hätte ich mich früher informiert, wäre mir viel Stress erspart geblieben.“
Brandschutzbeauftragter vs. Brandschutzhelfer: Der wichtige Unterschied
Viele verwechseln diese beiden Rollen. Dabei sind die Unterschiede erheblich:
| Kriterium | Brandschutzbeauftragter | Brandschutzhelfer |
|---|---|---|
| Ausbildungsdauer | 64 Unterrichtseinheiten | 3 Stunden |
| Aufgabenbereich | Strategisch, beratend, koordinierend | Operativ, unterstützend |
| Anzahl im Betrieb | Meist einer | 5 % der Belegschaft |
| Qualifikation | Umfangreiche Fachausbildung | Grundschulung |
| Typische Tätigkeiten | Brandschutzkonzept, Behördenkontakt | Feuerlöscher bedienen, Evakuierung unterstützen |
Der Brandschutzbeauftragte plant und organisiert. Die Brandschutzhelfer setzen im Ernstfall um. Beide Rollen ergänzen sich, ersetzen sich aber nicht.
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Wann ist ein Brandschutzbeauftragter Pflicht?
Die Frage nach der Pflicht ist komplex. Es gibt keine einheitliche bundesweite Regelung. Stattdessen ergibt sich die Bestellpflicht aus verschiedenen Rechtsquellen.
Gesetzliche Grundlagen im Überblick
Drei Regelwerke sind besonders relevant:
Landesbauordnungen (LBO): Jedes Bundesland regelt selbst, wann ein Brandschutzbeauftragter Pflicht ist. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gelten teilweise unterschiedliche Schwellenwerte.
Arbeitsstättenregel ASR A2.2: Diese technische Regel konkretisiert die Anforderungen an Brandschutzmaßnahmen in Arbeitsstätten. Sie empfiehlt die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten bei erhöhter Brandgefährdung.
Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV): Bei Anlagen mit besonderen Gefahren kann die Bestellung verpflichtend sein.
Zusätzlich fordern viele Versicherungen einen Brandschutzbeauftragten, bevor sie Industrierisiken versichern.
Gebäude und Nutzungen mit Bestellpflicht
Bei folgenden Gebäudetypen ist ein Brandschutzbeauftragter in der Regel Pflicht:
Hochhäuser: Gebäude mit einer Höhe von mehr als 22 Metern erfordern fast immer einen Brandschutzbeauftragten. Die Evakuierung ist komplex, die Feuerwehr hat erschwerten Zugang.
Industriebauten: Produktionsstätten mit erhöhten Brandlasten, brennbaren Stoffen oder besonderen Verfahren fallen unter die Industriebaurichtlinie. Ab bestimmten Brandabschnittsgrößen wird die Bestellung Pflicht.
Verkaufsstätten: Ab 2.000 Quadratmeter Verkaufsfläche greift die Verkaufsstättenverordnung. Ein Brandschutzbeauftragter muss bestellt werden.
Versammlungsstätten: Theater, Kinos, Stadien und Mehrzweckhallen mit mehr als 200 Besuchern benötigen einen Brandschutzbeauftragten.
Krankenhäuser und Pflegeheime: Die eingeschränkte Mobilität der Patienten erfordert besondere Brandschutzmaßnahmen. Ein Brandschutzbeauftragter ist hier Standard.
Wann ist ein Brandschutzbeauftragter freiwillig, aber sinnvoll?
Nicht jedes Unternehmen muss einen Brandschutzbeauftragten bestellen. Doch fast jedes profitiert davon.
Sinnvoll ist die freiwillige Bestellung bei:
- Betrieben mit wertvollen Maschinen oder Lagerbeständen
- Unternehmen in älteren Gebäuden ohne moderne Brandmeldeanlage
- Firmen mit hoher Mitarbeiterfluktuation
- Betrieben, die Versicherungsprämien senken möchten
Sabine leitet einen mittelständischen Maschinenbauer in Mannheim. Rechtlich brauchte sie keinen Brandschutzbeauftragten. Trotzdem bestellte sie 2023 einen externen Dienstleister. Das Ergebnis: Die Feuerversicherung senkte die Prämie um 28 Prozent. Die Investition hatte sich nach acht Monaten amortisiert.
Checkliste: Brauchen Sie einen Brandschutzbeauftragten?
Beantworten Sie diese Fragen:
- Ist Ihr Gebäude höher als 22 Meter?
- Betreiben Sie eine Verkaufsstätte über 2.000 m²?
- Arbeiten Sie mit brennbaren oder explosiven Stoffen?
- Haben Sie mehr als 200 Besucher gleichzeitig?
- Betreiben Sie ein Krankenhaus, Pflegeheim oder Hotel?
- Fordert Ihre Versicherung einen Brandschutzbeauftragten?
Eine Ja-Antwort deutet auf eine Bestellpflicht oder zumindest starke Empfehlung hin. Bei Unsicherheit lohnt sich eine unverbindliche Beratung.
Die Aufgaben eines Brandschutzbeauftragten im Überblick
Der Aufgabenkatalog eines Brandschutzbeauftragten ist umfangreich. Die VdS-Richtlinie 3111 definiert die Kerntätigkeiten.
Kernaufgaben nach VdS 3111
Die wichtigsten Aufgaben im Überblick:
Vorbeugender Brandschutz:
– Erstellung und Fortschreibung der Brandschutzordnung
– Mitwirkung bei der Gefährdungsbeurteilung
– Beratung bei Neubauten, Umbauten und Nutzungsänderungen
– Überwachung der Einhaltung von Brandschutzvorschriften
Abwehrender Brandschutz:
– Planung von Flucht- und Rettungswegen
– Organisation der Evakuierung
– Zusammenarbeit mit der Feuerwehr
– Kontrolle der Brandschutzeinrichtungen
Organisatorischer Brandschutz:
– Schulung und Unterweisung von Mitarbeitern
– Planung und Durchführung von Evakuierungsübungen
– Dokumentation aller Brandschutzmaßnahmen
– Bearbeitung von Brandschutzfragen und Beschwerden
Begehungen, Dokumentation und Behördenkontakt
Regelmäßige Begehungen sind das Herzstück der Arbeit. Der Brandschutzbeauftragte prüft dabei:
- Sind Flucht- und Rettungswege frei?
- Funktionieren alle Feuerlöscher und Brandmelder?
- Werden brennbare Materialien ordnungsgemäß gelagert?
- Sind alle Brandschutztüren geschlossen?
Jede Begehung wird dokumentiert. Diese Dokumentation ist bei Behördenprüfungen Gold wert.
Der Brandschutzbeauftragte ist auch der Ansprechpartner für Bauaufsicht und Feuerwehr. Er begleitet Abnahmen, beantwortet Rückfragen und setzt behördliche Auflagen um.
Schulung und Unterweisung von Mitarbeitern
Brandschutz funktioniert nur, wenn alle mitmachen. Der Brandschutzbeauftragte organisiert daher Unterweisungen für die gesamte Belegschaft. Neue Mitarbeiter werden eingewiesen, alle anderen mindestens jährlich geschult.
Themen dieser Unterweisungen sind:
- Verhalten im Brandfall
- Bedienung von Feuerlöschern
- Flucht- und Rettungswege
- Alarmierung und Sammelplätze
Für die praktische Umsetzung arbeitet der Brandschutzbeauftragte eng mit den Brandschutzhelfern zusammen. Diese werden in einer separaten Brandschutzhelfer-Schulung ausgebildet.
Evakuierungsübungen planen und durchführen
Mindestens einmal jährlich sollte eine Evakuierungsübung stattfinden. Der Brandschutzbeauftragte plant die Übung, koordiniert mit der Feuerwehr und wertet die Ergebnisse aus.
Eine gut geplante Übung deckt Schwachstellen auf:
- Wie lange dauert die Räumung wirklich?
- Wissen alle Mitarbeiter, wo der Sammelplatz ist?
- Funktioniert die Kommunikation im Ernstfall?
Die Erkenntnisse fließen in verbesserte Brandschutzmaßnahmen ein. So wird der Betrieb Schritt für Schritt sicherer.
Brandschutzbeauftragter Ausbildung: Dauer, Inhalte und Zertifizierung
Wer Brandschutzbeauftragter werden möchte, braucht eine fundierte Ausbildung. Der Brandschutzbeauftragter Kurs vermittelt das notwendige Fachwissen.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten?
Die Standard-Ausbildung umfasst 64 Unterrichtseinheiten. Das entspricht etwa zwei Wochen Vollzeitunterricht oder mehreren Wochenenden.
Die Lehrgangsdauer variiert je nach Anbieter:
- Blockkurs: 8 Tage am Stück
- Wochenendkurs: 4 Wochenenden verteilt
- Modularer Kurs: Flexible Einzelmodule über mehrere Monate
Voraussetzungen für die Teilnahme gibt es formal keine. Empfohlen wird jedoch eine technische Grundausbildung oder Berufserfahrung in einem sicherheitsrelevanten Bereich.
Lehrgangsinhalte im Detail
Der Brandschutzbeauftragter Kurs deckt alle relevanten Themenfelder ab:
Rechtliche Grundlagen:
– Bauordnungsrecht und Sonderbauvorschriften
– Arbeitsschutzgesetz und BetrSichV
– Haftungsfragen und Verantwortlichkeiten
Brandlehre und Löschmittel:
– Entstehung und Ausbreitung von Bränden
– Brandklassen und geeignete Löschmittel
– Löschanlagen und Brandmeldeanlagen
Baulicher Brandschutz:
– Brandabschnitte und Feuerwiderstandsklassen
– Flucht- und Rettungswege
– Brandschutztüren und Abschottungen
Organisatorischer Brandschutz:
– Brandschutzordnung erstellen
– Evakuierungskonzepte entwickeln
– Mitarbeiter unterweisen
Praktische Übungen:
– Begehungen durchführen
– Mängel erkennen und dokumentieren
– Brandschutzkonzepte analysieren
Anerkannte Zertifizierungen
Nicht jeder Kurs ist gleichwertig. Achten Sie auf anerkannte Zertifizierungen:
VdS-Anerkennung: Die VdS Schadenverhütung ist der wichtigste Anbieter für Brandschutzrichtlinien. Ein VdS-anerkannter Lehrgang erfüllt höchste Qualitätsstandards.
CFPA-Europe: Diese europäische Zertifizierung wird in vielen Ländern anerkannt. Ideal für international tätige Unternehmen.
TÜV und Dekra: Diese großen Prüforganisationen bieten ebenfalls anerkannte Lehrgänge an.
BG-Anerkennung: Manche Berufsgenossenschaften erkennen bestimmte Lehrgänge für ihre Mitgliedsbetriebe an.
Auffrischung und Fortbildungspflicht
Die Erstausbildung ist nur der Anfang. Brandschutzbeauftragte müssen ihr Wissen regelmäßig aktualisieren.
Die VdS empfiehlt eine Fortbildung alle drei Jahre. Diese Auffrischung umfasst in der Regel 16 Unterrichtseinheiten.
Inhalte der Fortbildung:
- Aktuelle Änderungen im Baurecht
- Neue technische Regelwerke
- Erfahrungsaustausch mit anderen Brandschutzbeauftragten
- Praxisbeispiele und Fallstudien
Ohne regelmäßige Fortbildung verliert das Zertifikat an Aussagekraft. Behörden und Versicherungen achten darauf.
Brandschutzbeauftragter Kurs Kosten: Was Sie einplanen müssen
Die Kosten für einen Brandschutzbeauftragter Kurs variieren erheblich. Ein realistischer Überblick hilft bei der Budgetplanung.
Typische Preisspanne für Lehrgänge
Die reinen Lehrgangskosten liegen zwischen 1.500 und 3.500 Euro. Die Spanne erklärt sich durch unterschiedliche Faktoren:
- Renommee des Anbieters
- Umfang der Unterlagen
- Praxisanteil und Übungen
- Zertifizierungsgebühren
Ein günstiger Kurs ist nicht automatisch schlecht. Aber achten Sie auf versteckte Kosten und prüfen Sie die Anerkennung des Zertifikats.
Versteckte Kosten: Zeit, Reise, Freistellung
Der Lehrgang selbst ist oft nicht der größte Kostenfaktor. Rechnen Sie auch mit:
Arbeitszeit: 64 Unterrichtseinheiten bedeuten zwei Wochen Abwesenheit. Bei einem Bruttogehalt von 4.000 Euro monatlich sind das allein 2.000 Euro Personalkosten.
Reise und Unterkunft: Nicht jeder Anbieter ist um die Ecke. Hotelübernachtungen und Fahrtkosten summieren sich schnell auf 500 bis 1.000 Euro.
Fortbildungen: Alle drei Jahre fallen erneut 400 bis 800 Euro für die Auffrischung an.
Zeitaufwand im Betrieb: Ein interner Brandschutzbeauftragter braucht Zeit für seine Aufgaben. Je nach Betriebsgröße sind das 5 bis 20 Stunden pro Woche.
Kostenvergleich: Interne Ausbildung vs. externer Brandschutzbeauftragter
Die Entscheidung zwischen interner Ausbildung und externer Bestellung ist auch eine Kostenfrage.
| Kostenart | Interne Lösung | Externe Lösung |
|---|---|---|
| Erstausbildung | 2.500 € | 0 € |
| Fortbildung (pro Jahr) | 250 € | 0 € |
| Reise/Unterkunft | 800 € | 0 € |
| Freistellung Lehrgang | 2.000 € | 0 € |
| Laufender Zeitaufwand | 10 Std./Woche | 0 Std./Woche |
| Monatliches Honorar | 0 € | 300–800 € |
| Gesamtkosten Jahr 1 | ca. 8.000–12.000 € | ca. 3.600–9.600 € |
Die Rechnung zeigt: Ein externer Brandschutzbeauftragter ist oft günstiger, als viele denken. Besonders für kleinere und mittlere Betriebe.
Sie möchten die Kosten für Ihren Betrieb konkret kalkulieren? Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Angebot.
Interner vs. externer Brandschutzbeauftragter: Die richtige Wahl
Beide Modelle haben ihre Berechtigung. Die beste Lösung hängt von Ihrer konkreten Situation ab.
Vorteile eines internen Brandschutzbeauftragten
Ein eigener Mitarbeiter als Brandschutzbeauftragter bringt Vorteile:
Betriebskenntnis: Er kennt jeden Winkel des Unternehmens, alle Prozesse und alle Mitarbeiter.
Ständige Präsenz: Er ist täglich vor Ort und kann schnell reagieren.
Identifikation: Als Teil des Teams setzt er sich besonders für die Sicherheit ein.
Langfristige Bindung: Das Wissen bleibt im Unternehmen.
Diese Vorteile gelten besonders für große Betriebe mit komplexen Strukturen und hoher Brandlast.
Vorteile eines externen Brandschutzbeauftragten
Die externe Lösung überzeugt durch andere Stärken:
Keine Betriebsblindheit: Ein externer Blick deckt Mängel auf, die intern übersehen werden.
Aktuelles Fachwissen: Externe Dienstleister bilden sich ständig fort und kennen die neuesten Vorschriften.
Volle Konzentration: Brandschutz ist ihre Kernkompetenz, kein Nebenjob.
Keine Personalkosten: Kein Ausfall bei Krankheit, Urlaub oder Kündigung.
Kostentransparenz: Festes monatliches Honorar statt versteckter Kosten.
Thomas, Inhaber eines Handelsunternehmens in Mannheim, wechselte 2024 von der internen zur externen Lösung. „Mein Lagerleiter war Brandschutzbeauftragter nebenbei. Er hatte einfach keine Zeit dafür. Seit wir extern arbeiten, ist der Brandschutz professionell geregelt, und mein Lagerleiter kann sich auf seine eigentliche Arbeit konzentrieren.“
Entscheidungshilfe: Wann welche Option?
Diese Matrix hilft bei der Entscheidung:
| Kriterium | Interne Lösung | Externe Lösung |
|---|---|---|
| Betriebsgröße | > 500 Mitarbeiter | < 500 Mitarbeiter |
| Brandrisiko | Sehr hoch (Chemie, Raffinerien) | Mittel bis hoch |
| Verfügbare Mitarbeiter | Fachpersonal vorhanden | Kein geeigneter Kandidat |
| Budget | Hohe Einmalinvestition möglich | Planbare Monatskosten gewünscht |
| Standorte | Ein Hauptstandort | Mehrere kleine Standorte |
| Branchenspezifische Risiken | Sehr speziell | Standard |
Bei Unsicherheit empfiehlt sich oft die externe Lösung. Sie ist flexibler und kann bei wachsendem Bedarf jederzeit durch einen internen Brandschutzbeauftragten ergänzt werden.
Brandschutzbeauftragter in Mannheim und der Rhein-Neckar-Region
Die Anforderungen an den Brandschutz variieren regional. In der Rhein-Neckar-Region gelten die Landesbauordnungen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
Regionale Besonderheiten
Baden-Württemberg (LBO BW): Die Landesbauordnung schreibt für Sonderbauten wie Hochhäuser, Verkaufsstätten und Versammlungsstätten einen Brandschutzbeauftragten vor. Die genauen Schwellenwerte regeln die jeweiligen Sonderbauvorschriften.
Rheinland-Pfalz (LBauO RLP): Ähnliche Regelungen gelten in Rheinland-Pfalz. Besonderheiten ergeben sich bei Industriebauten und Lagerstätten.
Für Unternehmen in Mannheim, Ludwigshafen und Umgebung bedeutet das: Je nach Standort können unterschiedliche Vorschriften gelten. Ein ortskundiger Brandschutzbeauftragter kennt diese Unterschiede.
So unterstützt Brandschutzausbildung Rhein-Neckar Ihren Betrieb
Als regionaler Anbieter kennen wir die spezifischen Anforderungen in der Metropolregion Rhein-Neckar. Wir bieten:
Alles aus einer Hand: Externer Brandschutzbeauftragter, Brandschutzhelfer-Schulung und Erste-Hilfe-Kurs von einem Anbieter.
Persönlicher Ansprechpartner: Kein Call-Center, sondern direkter Kontakt zu Ihrem Brandschutzexperten.
Regionale Präsenz: Schnelle Reaktionszeiten bei Begehungen und Behördenterminen.
Flexible Lösungen: Vom einzelnen Beratungstermin bis zur dauerhaften Betreuung.
Externen Brandschutzbeauftragten für die Region buchen
Ob Industriebetrieb in Ludwigshafen, Verkaufsstätte in Mannheim oder Bürogebäude in Heidelberg: Wir übernehmen die Aufgaben des Brandschutzbeauftragten für Ihren Betrieb.
Unser Leistungsumfang:
- Erstellung und Pflege der Brandschutzordnung
- Regelmäßige Begehungen und Dokumentation
- Planung und Durchführung von Evakuierungsübungen
- Schulung Ihrer Mitarbeiter und Brandschutzhelfer
- Ansprechpartner für Behörden und Versicherungen
- Beratung bei Umbauten und Nutzungsänderungen
Interesse an einem externen Brandschutzbeauftragten? Vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch.
Häufige Fragen zum Brandschutzbeauftragten
Ist ein Brandschutzbeauftragter in jedem Unternehmen Pflicht?
Nein, nicht in jedem Unternehmen. Die Bestellpflicht ergibt sich aus Landesbauordnungen und Sonderbauvorschriften. Hochhäuser, große Verkaufsstätten, Versammlungsstätten und Krankenhäuser erfordern typischerweise einen Brandschutzbeauftragten. Für normale Büros oder kleine Handwerksbetriebe besteht meist keine gesetzliche Pflicht. Freiwillig ist die Bestellung jedoch immer sinnvoll.
Kann der Brandschutzbeauftragte auch Brandschutzhelfer sein?
Ja, der Brandschutzbeauftragte kann zusätzlich als Brandschutzhelfer fungieren. Die umgekehrte Konstellation funktioniert jedoch nicht: Ein Brandschutzhelfer ersetzt keinen Brandschutzbeauftragten. Die Ausbildungen unterscheiden sich erheblich in Umfang und Tiefe.
Wie oft muss die Ausbildung aufgefrischt werden?
Die VdS empfiehlt eine Fortbildung alle drei Jahre. Diese Auffrischung umfasst etwa 16 Unterrichtseinheiten und aktualisiert das Wissen zu Rechtsänderungen und neuen technischen Entwicklungen. Ohne regelmäßige Fortbildung kann die Qualifikation angezweifelt werden.
Haftet der Brandschutzbeauftragte persönlich?
Der Brandschutzbeauftragte haftet grundsätzlich nicht persönlich für Brandschäden. Die Verantwortung bleibt beim Arbeitgeber. Allerdings kann eine persönliche Haftung bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz entstehen. Eine sorgfältige Dokumentation schützt beide Seiten.
Was passiert, wenn ich keinen Brandschutzbeauftragten habe?
Bei bestehender Pflicht drohen Bußgelder bis zu 25.000 Euro. Zusätzlich können Behörden die Nutzung des Gebäudes untersagen. Nach einem Brand kann die Versicherung Leistungen kürzen oder verweigern. Die Kosten eines fehlenden Brandschutzes übersteigen die Investition um ein Vielfaches.
Kann ich auch einen externen Brandschutzbeauftragten bestellen?
Ja, die externe Bestellung ist ausdrücklich erlaubt. Viele Unternehmen nutzen diese Möglichkeit. Der externe Brandschutzbeauftragte muss dieselbe Qualifikation nachweisen wie ein interner. Er wird schriftlich bestellt und übernimmt alle Aufgaben nach VdS 3111.
Welche Voraussetzungen braucht man als Brandschutzbeauftragter?
Formale Voraussetzungen gibt es nicht. Empfohlen werden jedoch technisches Verständnis, Kommunikationsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen. Eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem technischen Beruf ist von Vorteil, aber keine Bedingung. Die eigentliche Qualifikation erfolgt durch den Brandschutzbeauftragter Kurs.
Fazit: Brandschutzbeauftragter als Sicherheitsgewinn für Ihr Unternehmen
Der Brandschutzbeauftragte ist mehr als eine gesetzliche Pflicht. Er ist Ihr Sicherheitsexperte, der Brände verhindert und im Ernstfall Leben rettet.
Die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst:
- Die Bestellpflicht ergibt sich aus Landesbauordnungen und Sonderbauvorschriften
- Der Brandschutzbeauftragter Kurs umfasst 64 Unterrichtseinheiten
- Kosten für die Ausbildung liegen zwischen 1.500 und 3.500 Euro
- Ein externer Brandschutzbeauftragter ist oft die wirtschaftlichere Lösung
- Regelmäßige Fortbildungen alle drei Jahre sind Pflicht
70 Prozent der Betriebe, die einen Großbrand erleiden, gehen innerhalb von drei Jahren insolvent. Eine Investition in professionellen Brandschutz ist daher eine Investition in die Zukunft Ihres Unternehmens.
Ihr nächster Schritt: Klären Sie, ob Ihr Betrieb einen Brandschutzbeauftragten braucht. Holen Sie sich professionelle Unterstützung, entweder durch eine interne Ausbildung oder einen externen Brandschutzbeauftragten.
Als regionaler Anbieter in der Rhein-Neckar-Region bieten wir Ihnen beides: Beratung zur richtigen Lösung und die Umsetzung aus einer Hand. Dazu gehören auch die Brandschutzhelfer-Schulung und der Erste-Hilfe-Kurs für Ihre Mitarbeiter.
Jetzt unverbindlich beraten lassen – wir sind persönlich für Sie da.